Immaterielles Kulturgut

Die letzten Sagen- und Märchensammlungen sind über 100 Jahre alt. (Jakob Juoni, 1903; Otto Sutermeister, 1873; Meinrad Lienert, 1915) und teilweise als redigierte Fassung neuerdings erschienen. Die bereits realisierten Buchprojekte aus dem Kanton Graubünden (seit 2015) haben bereits kurz nach Veröffentlichung des ersten Bandes „Sagenhaftes Grischun“ mit 66 unveröffentlichten Texten ein starkes Interesse für das immaterielle Kulturgut gezeit. Bald darauf folgte Band 2 und eine Hör-CD, gesprochen von Gian Rupf, Regie und Herausgeber: Dr. Marc Philip Seidel. Im Jahr 2017 stand die Bündner Hauptstadt im Zentrum: „Legendäres Chur“ vereinigt 100 Legenden aus der Alpenstadt, die im Islandbooks Verlag erstmals veröffentlicht wurden.

Wenn Sie alte Sagen und Legenden kennen, die veröffentlicht werden sollen, dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Bevölkerung mit dem Ziel, gemeinsames immaterielles Kulturerbe zu erhalten und die Menschen zusammenbringen.


  1. Das Projekt erhöht die Lebensqualität in den Regionen, resp. Kantonen nachhaltig.

  2. Das Projekt wird zusammen mit weiteren Menschen und mit einem hohen Mass an ehrenamtlichem Engagement realisiert.

  3. Das Projekt begeistert und berührt.

  4. Für die Finanzierung werden verschiedene Donatoren, Stiftungen und prvate Gönner angefragt.

  5. Das Projekt verfolgt keine kommerziellen Ziele.

Was ist eine Sage?

Das Wörterbuch der Gebrüder Grimm (Bd. XIV, 1893) gibt die Erklärung dazu: Eine Sage ist eine Kunde von Ereignissen der Vergangenheit, welche einer historischen Beglaubigung entbehrt. Als eine Geschichtserzählung und Überlieferung, die bei ihrer Wanderung von Generation zu Generation durch das dichterische Vermögen des Volksgemüths umgestaltet wurde, hat sie einerseits einen historischen, wahren Kern, andererseits dient sie auch dem Verständnis der eigenen Umwelt. So erklären machen Sagen beispielsweise die Namensgebung auffälliger Orte oder Gebäude.


Die Sagen aus der Alpenwelt bergen meist Ängste, Nöte und Fantasien der lokalen Sennen und Hirten mit ihren Familien. Sagen sind mit ihren enthaltenen Glaubens- und Moralvorstellungen aber auch Warnungen und sollten belehren. Auch sind es Erklärungsversuche seltsamer Naturphänomene. Imagination und Realität überlappen sich zuweilen, was auf historische Ereignisse und Personen besonders zutrifft. Interessanterweise tauchen gewisse Sagengestalten und -motive im gesamten Alpenraum immer wieder auf, wobei sie mit Lokalkolorit leicht variierend dargestellt werden. Typische Motive sind etwa Hexen, Drachen, Kobolde, Magier und Riesen.


Sagen zählen also zum Gemeinwissen einer Region. Die Form als Wanderführer animiert zum gemeinsamen Entdecken und Erleben von Kultur.

"Wissen vermitteln - Passion teilen".
Wir möchten Kultur im weitesten Sinn erlebbar machen. VISSIVO organisiert Events, Führungen, Reisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Schweiz / umliegendes Ausland), wobei die Kultur im Mittelpunkt steht. Dafür arbeiten wir mit lokalen Reiseveranstaltern und Tourismusbüros zusammen. Unsere Akteure schöpfen aus einem breiten Fundus und teilen ihr Wissen mit Passion. www.vissivo.ch

„SAGENHAFTE SCHWEIZ“ - EINE INITIATIVE VON VISSIVO

Heimat ist, von wo man Geschichten zu erzählen weiss.


Denn die Legenden sind das kollektive Gedächtnis des einfachen Volkes. Mit dem Vergessen der Historien verliert ein Volk seine Verwurzelung. Es sind meist Sagen und Legenden, die das dunkle Mittelalter schrieb. Die zähe unterdrückte Bergbevölkerung verstand es, sich mit Mut, List und Tücke gegen den ausbeuterischen Adel zur Wehr zu setzen. Doch Selbstsucht und Rache führten zu Verrat, Fehden und Meuchelei. Damals glaubte man noch an feuerspeiende Drachen, an rachsüchtige Teufel und an böse Geister. Wie ist das heute? Es liegt an Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, diese Erzählungen als wahr anzunehmen oder sie in die Welt der Sagen und Legenden zu verweisen… Schliesslich heisst: „Legenden sind der Weihrauch der Geschichte“ (Pierre Gaxotte)

Das Projekt „Sagenhafte Schweiz“ steht ganz im Zeichen der Sagen, Legenden, Mythen und Märchen aus der regionalen Kulturgeschichte  in den einzelnen Schweizer Kantonen. Spannende Geschichten, alte und neue Texte, verloren gegangenes Wissen soll durch diese Sammlung ins kollektive Bewusstsein gebracht werden. Es ist Teil der Initiative culturAlpina.


Inhalt:
(a) Alte, über Generationen weitererzählte und unpublizierte Legenden werden erstmals überhaupt niedergeschrieben und durch die Herausgabe von Büchern, CDs und weiteren Kanälen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

(b) In Form eines Schreibateliers entstehen neue frische Texte, inspiriert von Orten und Persönlichkeiten aus Kultur und Gesellschaft des jeweiligen Kantons. Gross und klein darf  sich also inspirieren lassen von altem Gemäuer und den Naturdenkmälern der Umgebung und den Fundus an historischen Sagen mit ihren frei erfundenen Sagentexten anreichern.

(c) An verschiedenen Orten werden dem lauschenden Publikum schliesslich die ungeheuerlichsten Geschichten vorgetragen. Unter dem Titel „Sagahafts im Schloss“ finden in unregelmässigen Abständen Veranstaltungen mit literarischen, kulinarischen und kulturellen Highlights statt. Die Bücher selbst sind als packende Wanderführer konzipiert: Unbekannte Geschichten ranken sich um bekannte Orte im jeweiligen Kanton.

Menschen


Dr. Marc Philip Seidel, Initiant, Kulturunternehmer,

Andrin Schütz, Kulturunternehmer, Redaktor

Gian Rupf, Schauspieler und Sprecher

Ueli Capeder, Administration / Marketing


Lara Cito, Marketing / Kommunikation

Impressionen von den Schlossabenden


Die Orte der Sagen und Legenden im Bild


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Botschafter von culturAlpina

Sagenhafteschweiz wird Botschafter von culturAlpina, der Internationalen Vereinigung für das Alpenkulturerbe.
Das immaterielle Kulturerbe ist ein wesentliches Element der Identität einer Region und seiner Bevölkerung. Die Wahrung, Dokumentation und Verbreitung dieses Kulturguts steht im Zentrum von sagenhafteschweiz.ch. www.culturalpina.org